Infos für Neueinsteiger
Reinzucht-Galloways sind eine der ältesten Rinderrassen der Welt
- Sie sind sind extrem widerstandsfähig,
- robust, leichtkalbig und langlebig,
- leben ganzjährig im Freien,
- verfügen über eine hervorragende gesundheitliche Kondition,
- benötigen kaum Medikamente,
- sind ideale Mutterkühe mit Kalb bei Fuß,
- die Kälber leben ausschließlich von der Milch der Mutter,
- haben eine hohe Lebenserwartung (bis über 20 Jahre),
- sind ausgesprochen fruchtbar und fürsorglich (1 Kalb pro Jahr),
- leben im Herdenverband,
- sind in der Regel friedfertig und personenbezogen,
- haben sich ausgeprägte Instinkte erhalten.
Reinzucht-Galloways sind extensive Fleischrinder
- Sie werden von verantwortungsbewußten Züchtern nicht intensiv gefüttert,
- sondern extensiv das ganze Jahr draußen gehalten,
- können auf mageren und kargen Böden unübertroffenes Qualitätsfleisch erzeugen,
- werden nicht zur Milchgewinnung eingesetzt und hochgezüchtet
- erhalten im Winter lediglich Heu und Stroh und sauberes Wasser
- eignen sich durch schonenden Verbiß und geringe Trittschäden hervorragend als
- Landschaftspfleger
Reinzucht-Galloways sind hochwertige Zuchttiere
- Die Züchter lassen weibliche und männliche Tiere entweder durch die Zuchtleiter der Landesverbände direkt auf der Weide oder auf Schau- und Verkaufsveranstaltungen bewerten bzw. kören.
- Zur Bewertung kommen Typ, Bemuskelung und Skelett. Excellente Ausnahmetiere werden mit der Note "9", sehr gute Tiere mit "8", gute Tiere mit "7", befriedigende Tiere mit "6" und ausreichend bewertete Tiere mit der Note "5" eingestuft.
- Die Bewertungen werden in den Zuchtbegleitpapieren notiert und wechseln beim Verkauf eines Tieres mit zum Käufer.
- Jedes Tier hat einen eigene Zuchtbescheinigung, die Auskunft über die Mutter, den Vater und die Großeltern mit deren Zuchtwertschätzung gibt.
- Die Zuchtverbände führen die Stammbäume (Daten) der Galloways in einem Herdbuch; deshalb nennt man reine Galloways auch Herdbuchtiere.
- Jeder Züchter sieht der Bewertung seiner Zuchttiere durch die Zuchtleiter bzw. Körkommissionen mit Spannung entgegen, da der Verkaufspreis eines Galloways sich häufig an der Benotung orientiert.
Tipps für Neueinsteiger
- Informieren Sie sich bei renommierten und erfahrenen Züchtern oder bei den Zuchtverbänden über die Haltung von Galloways. Nehmen Sie Kontakt mit Züchtern auf. Die unter der Dachadresse www.galloway.de versammelten Züchter sind engagierte und kooperative Landwirte, die Ihnen sehr gerne detaillierte Auskünfte über den Umgang mit "Gallos" geben. Auf Wunsch werden für Sie auch spezielle Zuchtreisen durch Deutschland organisiert, auf denen Züchter oder Zuchtleiter Sie begleiten und beraten.
- Vereinbaren Sie einen Termin zur Herdenbesichtigung auf Zuchtbetrieben Ihrer Wahl.
- Überzeugen Sie sich von der artgerechten Haltung der Tiere (Achtung bei hoher Besatzdichte!)
- Wenn auch Sie Herdbuchzucht betreiben wollen, achten Sie auf die Bewertung der Tiere (Typ / Bemuskelung / Skelett).
- Lassen Sie sich die Zuchtpapiere der Galloways zeigen. Lassen Sie sich keine Kreuzungstiere als Galloways verkaufen. Beachten Sie, dass Kreuzungstiere die Genetik, den Phänotyp und die typischen Rasseeigenschaften - um deretwillen Galloways ja gerade gehalten werden - verändern und verfälschen!
- Achten Sie darauf, daß die Eltern und Großeltern der Tiere, die Sie ggf. zu kaufen gedenken, angemessen (mindestens mit 6/6/6) bewertet sind. Das Herdbuchpapier sollte vollständig sein und beim Kauf an Sie übergehen!
- Die von Ihnen gekauften Tiere müssen tierärztlich untersucht sein und einen negativen Befund über Brucellose und Leukose aufweisen. Die Tiere müssen entweder IBR(BHV1) negativ oder mit einem Markerimpfstoff geimpft sein.
- Regeln Sie mit dem Züchter eine möglichst schonenden Transport der Tiere. Klären Sie auch, wer den Transport und die Kosten übernimmt.
- Denken Sie daran, dass die Wasserversorgung der Tiere auch im Winter (z.B. durch frostsichere Tränken) gewährleistet sein muß.
- Kontrollieren Sie die Zäune und beachten Sie, dass neugeborene Kälber in Gräben und Teichen leicht ertrinken können.
- Im Winter sind robuste Galloways für kleine Unterstände oder Hecken und Knicks als Wind- und Wetterschutz dankbar. Sie sollten aber auf gar keinen Fall in geschlossenen Ställen gehalten werden.
- Galloways brauchen im Winter Heu, Heulage und Stroh als Futter. Die Versorgung mit Mineralien (z.B. Leckeimern) muß gewährleistet sein.
- Halten Sie möglichst nicht mehr als zwei Galloways pro Hektar. Ökologisch vorbildlich ist die Haltung von einem Tier pro Hektar!
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Dann kontakten Sie uns. Wir antworten Ihnen gern.